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Idylle pur am Niederrhein

Der Rhein ist mit einer Länge von beachtlichen 1233 Kilometern der längste Fluss Deutschlands und gehört zu den wichtigsten Wasserstraßen weltweit. Kein Wunder, dass sich der Hafen von Duisburg zu den umschlagreichsten Binnenhäfen der Welt entwickelt hat. Wer am Rhein Urlaub machen möchte, kann sehr viele landschaftlich unterschiedliche Regionen ansteuern. So bieten Oberrhein, Mittelrhein oder der Niederrhein gleichermaßen ein gutes Angebot an Campingplätzen. Ein sehr idyllischer Abschnitt entlang des Rheins erstreckt sich am Niederrhein zwischen Düsseldorf, der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen und der deutsch-niederländischen Grenze. Hier prägen Rheinauen, Weiden und Felder sowie Wälder das Landschaftsbild. Von den Deichkronen blickt man auf den regen Schiffsverkehr.

Zu jeder Jahreszeit ist das Bild ein anderes, denn der Wasserstand ändert sich stetig und so ist teilweise bei Hochwasser der Schiffsverkehr eingestellt und das Wasser überflutet die Rheinauen. Bei Niedrigwasser hat sich der Rhein in sein tiefes Bett zurückgezogen und die Frachter müssen auf engem Raum passieren. Der Fluss hat im Laufe der Jahrhunderte sein Flussbett stets verlagert und so sind abgeschnittene Rheinarme entstanden. Diese Altrheine sind heute ein Refugium für viele Wasservögel und eine Attraktion nicht nur für Ornithologen. Der Altrhein bei Xanten bietet Wanderwege und Vogelbeobachtungsstationen. Mit etwas Glück kann man hier den Seeadler beobachten. Nicht nur die Natur lädt zum Entdecken ein, sondern die vielen interessanten Städte, die kontrastreicher nicht sein können. Gute Beispiele hierfür sind das kleine Hansestädtchen Grieth am Rhein und die Ruhrmetropole Duisburg.

Stadt, Land, Fluss

Zu den spannenden Städten am Niederrhein gehört Duisburg, deren Entwicklung eng mit der Eisen- und Stahlindustrie verbunden ist. Hautnah kann man den Strukturwandel im Landschaftspark Duisburg-Nord erleben. Nach dem „Aus“ des Hüttenwerkes im Jahre 1983 wurde das Gelände für Besucher geöffnet und es entstand ein großer Naherholungsraum mit Spazierwegen, Radwegen, Spielplätzen und Erlebnispunkten. Vom Hochofen 5 kann man nicht nur über das Gelände mit seinen rostigen Relikten blicken, sondern auch über das teils grüne Ruhrgebiet. Im Schatten der Hochöfen bietet Duisburg eine bunte Innenstadt mit vielen Einkaufspassagen, interessante Museen wie dem Museum der Deutschen Binnenschifffahrt und den beliebten Innenhafen. Hier reihen sich kultige Lokale und Restaurants in alten Speicherhäusern und hypermoderne Bauwerke aneinander. Neben dieser Großstadt laden viele kleinere Städte zu einem Besuch ein. Wie wäre es mit einem Rundgang in Kalkar. Die schmucke Stadt mit ihrer mittelalterlichen Altstadt bietet ein gutes gastronomisches Angebot und einige Attraktionen wie der großen Nikolai-Kirche mit ihren wertvollen Altären. Rund um Kalkar sind das Schloss Moyland mit den Werken des Künstlers Joseph Beuys und das Wunderland Kalkar ein Magnet. Das einstige Kernkraftwerk „Schneller Brüter“ wurde zu einem Freizeitpark umfunktioniert, der heute als Wunderland Kalkar die Besucher anzieht. Wenige Kilometer sind es zum Städtchen Grieth, das direkt am Rhein liegt und im Inneren der vor Hochwasser schützenden Mauern authentisches Flair bietet. Gleiches gilt für Rees und Emmerich, die mit einer netten Rheinpromenade punkten können.

Nicht verpassen

Wer mit dem Auto oder dem Rad seine Entdeckungsreise durchführt, besucht sicherlich die einstige Herzogstadt Kleve. Die mächtige Schwanenburg prägt die Silhouette der Stadt und wer hier nicht die Einkaufsstraße hinaufgeht, schlendert sicherlich durch den barocken Kurpark und besucht danach das Museum Kurhaus oder den Tierpark. Eine tolle Gartenanlage bietet auch das Kloster Kamp am Rande von Kamp-Lintfort. Über die Grenzen des Niederrheins hinaus sind Kevelaer und Xanten bekannt. Kevelaer gehört zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten in Deutschland und so strömen alljährlich die Pilger in die sakralen Bauwerke. Die alte Römerstadt Xanten lockt mit Römermuseum, Archäologischem Park, Siegfried Museum und dem beeindruckenden Viktordom.

Aktivitäten am flachen Niederrhein

Vor den Toren der Stadt Xanten erfreuen sich die Wassersportler auf der Xantener Nordsee und Südsee an dem guten Programm. Sie gehören zu den vielen „Baggerlöchern“ am Niederrhein. Wer lieber mit dem Kanu fährt, dem sei der Fluss Niers empfohlen. Auf jeden Fall sollte man das Fahrrad mitnehmen. Der flache Niederrhein ist mit seinen gut markierten Radwegen ein Eldorado für Radfahrer. Besondere Freude bereiten Radtouren über die Rheindeiche. In der Eiszeit haben die Gletscher einige Endmoränen aufgeschoben und so muss man dort etwas stärker in die Pedale treten. Der Blick von den „Höhenzügen“ wie der Sonsbecker Schweiz über den tischebenen Niederrhein ist auf jeden Fall etwas Besonderes.

Informationen allgemein

Niederrhein Tourismus GmbH, Willy-Brandt-Ring 13, 41747 Viersen, Tel. 02161- 817903, www.niederrhein-tourismus.de

Camping und Stellplätze

Die Zahl der Stell- und Campingplätze ist mehr als ausreichend. Empfehlenswert ist u.a. der sehr gut ausgestattete „Ferien- und Campingpark Wisseler See“, der in der Nähe der Stadt Kalkar am reizvollen Wisseler See liegt: www.wisseler-see.de.

Literatur

Der Reiseführer „Wohnmobil-Highlights Deutschland“ bietet schöne Reiseziele für Camper in Deutschland an. Umfangreich vorgestellt wird auch der Niederrhein (Bruckmann Verlag, ISBN 978-3-7343-1575-5).